So 05.03.17 - Skitour Chistihubel

Einmal, alle acht Jahre, findet sich der Presi bei der Tourengruppe ein, um zu kontrollieren, ob die ruinösen finanziellen Unterstützungen an die Tüüreler auch gerechtfertigt ihre Verwendung finden. Üble Sache Maloney, ausgerechnet heute! Da musste schnell eine Tour her. Eine, die den Presi zufriedenstellt für die nächsten acht Jahre, aber auch eine, die nicht zu hammermässig ausfällt, damit es ihm nicht in den Sinn kommt, den Kontrollrhythmus zu verkürzen.

Geschickt zauberte Küse daher den Chistihubel aus dem Hut. Um Punkt halb neun fuhr Presi dann bräsig in seinem Sonntags-Subaru vor. Mit viel Überredungskunst im Vorfeld und dem heimlichen zustecken von Nötli gelang es Küsu, acht willige Gefolgsleute zu rekrutieren, welche halbwegs den Anschein erweckten, als würden wir regelmässige Touren veranstalten, anstatt das Budget direkt in der Beiz zu versaufen. Nachdem zwei Untertanen Presi die Breitlatten an die Füsse geschnallt hatten, ging es auf bedenklich aperer Fahrstrasse hoch Richtung Griessalp. Bald liess sich die Sonne blicken und alle Teilnehmer zeigten sich von ihrer besten Seite. Presi sollte ja keinen Verdacht schöpfen. Nur das vorbeilaufen an der Beiz in der Griessalp war hart, seehr hart. Küsu wedelte daher im Hintergrund nochmals kräftig mit einem Bündel Nötli und so latschten alle willig weiter. Auf der Dündenalp gab es eine erste Pause. Presi hing bereits etwas in den Seilen, liess sich jedoch weiter nichts anmerken. Daher war die Pause recht kurz und schon ging es weiter Richtung Gipfel. Die Sonne zeigte weiterhin ihr bestes Gesicht. Keine Ahnung, mit was Kusi da gewedelt hatte...

Noch vor dem SAC Blümlisalp, von welchem wir stetig angetrieben wurden, erreichten wir schliesslich den Chistihubel. Oben war es etwas windig und kühl. Flink zückte Kusi den Schnaps um bei Presi nicht Ungemach aufkommen zu lassen. Das wirkte und so zogen wir alle nach dem Picknick und dem Gipfelselfie schöne Abfahrtsschwünge in den tollen Schnee. Wer nun gedacht hatte, das war's, jetzt geht es endlich in die Beiz, erschrak als Presi unten bei der Dündenhütte ankündigte, er wolle nochmal aufsteigen. So setzten alle ihr Sonntagslächeln auf und montierten die Steigfelle erneut zum Aufstieg in Richtung Bäretritt. Dort wartete nochmal eine lohnende Abfahrt auf alle Teilnehmer. Presi lief währenddessen zur Hochform auf und prahlte mit seinen Skikünsten. Zum Glück wollte er nicht noch ein drittes mal hoch, sonst wäre die Meuterei auf der Bounty wohl ein Klacks gegen das gewesen, was hier abgegangen wäre...

Die Abfahrt oder besser gesagt der Abstieg auf der Strasse hinunter zum Tschingelsee war dann kein Genuss mehr, aber trotzdem hatte die Tour schneetechnisch mehr geboten, als man nach dem bisschen Schneefall der letzten Nacht hätte rechnen dürfen. Mit der Einkehr im Hotel Alpenruh, bei der wir Presi mit Panaché locker machten, beschieden wir einen schönen Tourentag. Jetzt haben wir hoffentlich wieder acht Jahre Ruhe vor der müssigen Finanzkontrolle durch Presi. Oder vielleicht schickt er ja mal seine holde Magd Yvonne zur Kontrolle? Sie soll ja jetzt auch über Tourenmaterial verfügen.

 

Merci Kusi für die tolle Tour u merci Presi bisch mau mitcho!